Millionenchance für Kleinunternehmer
"Unser Pilotladen in Freising erwirtschaftete im ersten Geschäftsmonat 230.000 DM Umsatz", erzählt uns Franchise-Geber Thomas Kruse und kann seine Freude nicht verbergen. Nachdem er und sein Partner André Flottmann einen phänomenalen Aufschwung ihres Franchise-Systems "pc.Spczialist" nach der Gründung 1991 erlebten, war es an der Zeit, neue Märkte zu erschließen. "Der Verdrängungswettbewerb der EDVAnbieter an Standorten mit
über 300,000 Einwohnern ist brutal", begründet Kruse seine Expansionspläne. "Vobis, Escom und alle großen Kaufhäuser bieten die Geräte dort genauso günstig an wie unsere 56 Franchise-Partner in ganz Deutschland. Zusätzliche Anbieter hätten es jetzt schwer, an solchen Standorten ein Bein auf die Erde zu bekommen. In kleineren Städten dagegen sind Bastler- und Hobbyläden die bis jetzt noch alleinigen Anbieter von EDV und Zubehör", führt Kruse aus.
Das soll sich bald ändern .Jetzt werden dort, wo der Bedarf noch groß ist, kleine pc.Spezialist-Fachgeschäfte entstehen. Im Gegensatz zu den anderen pc. Spezialist-Shops, deren Betreibe auf 200 bis 850 Quadratmetern handeln und verkaufen, soll der N-Store
(Nachbarschaftsladen) nur zwischen 40 und 100 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Die neuen N-Store-FranchisePartner erhalten, ebenso wie alle anderen, Einkaufskonditionen, die sie wesentlich günstiger kalkulieren lassen als die Konkurrenz. Lange Zahlungsziele und Kommissionsware schonen ihre Liquidität.
Regelmäßige Systembetreuung hält Thomas Kruse für einen weiteren Erfolgsbaustein seines Franchise-Unternehmens."MIt einer 400-Punkte-Liste besuchen meine Betreuer alle 14 Tage die Franchise-Partner und schauen auf jedes Detail, um den Erfolg langfristig zu sichern", erklärt er.
Nur einer von 100 Bewerbern wird System-Partner bei pc.Spczialist, Vorteile beim Auswahlverfahren hat, wer eine kaufmännische Ausbildung mitbringt, Vertriebserfahrung und einen technischen Background.
Nach ausführlichen Schulungen, Auswahlverfahren und Qualifikationstests absolviert der neue Partner ein Praktikum in einem bestehenden Betrieb. Das Schwierigste bei der Gründung eines pc.Spezialist-Stores ist, die geeignete Immobilie zu finden. Das Ladenlokal muß ebenerdig an einer Hauptverkehrsstraße liegen, am besten auf der rechten Seite stadtauswärts. Kruse stellt strenge Anforderungen an die Immobilie und regelt bis zur Farbe des Fensterladens alles bis ins Detail. Der Erfolg gibt seinem Perfektionismus jedoch recht: Bisher mußte noch kein einziger Franchise-Nehmer seinen Laden wieder schließen.
Insgesamt kommt auf den Franchise-Nehmer eine Investition von rund 220.000 DM zu, wovon er 50.000 DM Eigenkapital mitbringen muß. Die Investitionssumme enthält die Einstiegsgebühr in Höhe
von 14.500 DM sowie Gründungskosten. Immobiliensuche Außenwerbung, Eröffnungsveranstaltung, Ladenbau und -einrichtung, inklusive Technik und Warenwirtschaftssystem, die Warenerstausstattung und eine Liquiditätsreserve von 50000 DM.
Bewerber und Anwärter für die nächsten N-Stores stehen in Bielefeld schon Schlange.
Noch bieten sich gute Chancen für motivierte Existenzgründer. "300 N-Stores haben Platz in Deutschland", glaubt Kruse. Zu seinen Zukunftsplänen äußert er sich unbescheiden: "Ich will für jeden pc.Spezialist-Laden an jedem Standort nach spätestens fünf Jahren die Marktführerschaft."

