"PC Spezialist" bleibt in Bielefeld
Bielefeld. Die Computerkette "PC Spezialist" - 55 Läden im gesamten Bundesgebiet - wird auch zukünftig ihren Stammsitz in Bielefeld haben. Wie Geschäftsführer Thomas Kruse gestern erklärte, will das Franchiseunternehmen rund neun Millionen Mark investieren, um an der Eckendorfer Straße Ecke Walther-Rathenau Straße ein 4000 Quadratmeter großes Computerzentrum zu errichten.
"Wir haben durchaus überlegt, nach Leopoldshöhe oder eine andere Gemeinde am Rande von Bielefeld umzuziehen", räumte Kruse ein. Doch dann sei in letzter Minute das Grundstück an der Einfahrt zum Ostwestfalendamm-Tunnel angeboten worden. Kruse: "Eine Fläche, die so zentral liegt und darüber hinaus auch noch äußerst günstig angebunden ist, konnten wir nicht ausschlagen."
Geplant ist, daß das viergeschossige Gebäude, das die Bielefelder Architekten Karl-Heinz Lüking und Wolf Seidenfaden entworfen haben, zum einen als Firmenzentrale und Verkaufsfläche für ein "Xl-Superstore" genutzt wird. Andererseits soll das Haus auch als Bürofläche für fremde Software-, Multimedia- und EDV-Unternehmen dienen.
"Unsere Idee ist es, die gesamte Produkt- und Dienstleistungspalette rund um PC, Software, Kommunikation und Multimedia unter einem Dach anzubieten", erläuterte Kruse. Mit einigen Firmen, die Software produzieren, Schulungen veranstalten oder auch EDV-Dienste anbieten, stehe "PC Spezialist" bereits in Kontakt: "Das Interesse ist groß, denn in in einem solchen Computerzentrum trifft ein Unternehmen garantiert die richtige Zielgruppe."
Darüber hinaus biete das Zentrum den Vorteil, daß die Firmen kooperieren könnten. Kruse: "Wenn ein CAD-Büro etwas Interessante anzubieten hat, wäre es durchaus möglich, auf unserer Verkaufsfläche einen Präsentationsstand aufzubauen."
Im Gegensatz zu dem Laden an der Karolinenstraße, der nach dem Umzug im März 1997 geschlossen werden soll, bietet das neue "XL-Superstore" genügend Platz, um derartigen Anforderungen gerecht zu werden:
"Allein 600 Quadratmeter stehen für den Verkauf zur Verfügung", erklärte der Geschäftsführer.
Trotz dieser beachtlichen Größe solle der bisherige Service des Unternehmens gewahrt bleiben. "Weitere 400 Quadratmeter sind für die Technik vorgesehen", so Kruse: "Wartung und Reparatur vor Ort sind auch in Zukunft gewährleistet."
Neue Westfälische, 15.03.96

